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Tag Archives: Hüttentour

Alle Jahre wieder Anfang September war Hüttentour-Zeit. Nur zu dritt ging es einmal rund um das Lechquellengebirge, nicht zu verwechseln mit den benachbarten Lechtaler Alpen. Wer meint das kleinere Lechquellengebirge hat nichts zu bieten irrt. 4 wunderbare Hütten verbunden zu 5 Tagesetappen erschließen dieses abwechslungsreiche Gebirge. Mal schroff, mal grün, mal im dunklen Tal, mal auf dem aussichtsreichen Karstfeld oder Grat. Die Wege sind durchaus anspruchsvoll und die Tagesetappen lassen genug Zeit für Pausen und dem anschließenden Radler auf der Hüttenterasse. Das ideale Wetter in dieser Woche tat sein übriges. Verbunden mit unserer Unterkunft in Lech ergab sich so eine wunderbarer Wanderwoche. Bilder im Album.Gehrengrat im Lechquellengebirge

Alle Jahre wieder zog es uns im September zur Hüttentour in die Alpen. Bereits im letzten Jahr am Königssee stand die Wahl des Ziels fest – der Dachstein. Start war mit 3 Seilbahnen von Obertraun über den Krippenstein die Gjaid Alm. Über die karge Karsthochfläche  ging es am ersten Tag zum Guttenberghaus. Tag 2 brachte uns bei der Überschreitung mehrer Scharten sehr wechselndes Wetter. Zunächst war es beim Aufstieg zur Gruberscharte neblig bedeckt. Im Landfriedtal zeigte sich dann gelegentlich die Sonne und zauberte eine Winterwunderland. Ab der Edelgrießhöhe wählten wir nach Rat des Hüttenwirt nicht den direkten, Seilversicherten Abstieg, da dieser bei diesem eisigen Wetter doch etwas riskant war. So ging es immer höher um das Edelgrießkar herum bis auf 2600m Höhe um dann in das weiße Nichts des Tal hinabzusteigen. Orientierung war schwierig und Markierungen Mangelware, der Weg aber durch die Form des Tal und dank OpenStreetMap Karte vorgegeben. Langsam legte sich die Winterlandschaft und am Ende des Tals war bereits der ‚Sommer‘ im Tale zu sehen. Ab 2000m Höhe endete der Schnee und der Sommer ward zurück. Nach Querung des Tals befanden wir uns wieder voll in der Zivilisation. Nach kurzer Rast wurde der letzte Aufstieg zur Dachstein Südwandhütte angetreten. Hier war vom Trubel der Talstation der Dachsteinseilbahn nichts mehr zu spüren. Wir bezogen unsere tollen Zimmer mit Blick gen Süden. Noch in der Sonne vor, und später beim Abendessen in der Hütte, wurde der abwechslungsreiche Tag beendet. Kaum zu glauben die Kontraste zwischen Whiteout im Schnee und ‚Sommer‘ auf der Südseite!  Der nächste Morgen brachte zunächst wieder nebliges, wolkiges Wetter. Nach kurzem Abstieg von der Hütte ging es zum Tor hinauf. Von dort wieder etwas herunter in alsbald im Schuttkarr zur Windlegerscharte hinauf. Ab ca. 2200m Höhe wird er Weg alpiner und Seilversicht. Wir versuchten es noch einige Meter, beschlossen dann allerdings bei dem noch vorhandenen Schnee den Austieg abzubrechen. Da der Weg zu unserem nächsten Ziel der Adamekhütte somit nicht mehr möglich war, mussten wir umplanen. Als Ziel wurde Filzmoos auserkoren. Der Weg und die Tagesetappe war mit 8h lang, wir fanden aber eine schöne Pension und am Abend ein nettes Lokal, so das dieser ungeplante Abstecher gut zur Tour passte. Im Übernachtungspreis war die Benutzung des Wanderbus bereits mit drin, so das wir am nächsten Tag bis zur Hofalm fuhren und von dort noch eine schöne Wanderung über den Linzersteig zur Hofpürglhütte und zurück nach Filzmoos unternahmen. Da unsere Autos nun am anderen Ende des Dachsteinmassiv standen, mussten wir am Freitag per Taxi einmal um den Dachstein.

Fazit: Der Dachstein bietet schöne und auch anspruchsvolle Wege, schöne Ausblicke und Hütten, notfalls auch schöne Talorte.

Mehr Bilder im Album.

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